| Renzo verteidigt Gesamtführung im German Cycling Cup |
| Geschrieben von: Websiteadmin |
![]() Der überwiegende Teil des Teams für das zweite Rennen des German Cycling Cups reiste bereits am Samstagmittag an. Damit alle auch auf dem gleichen Wissensstand zur Strecke waren, fuhren wir an diesem Tag noch einmal über den Hohen Hagen und schauten uns die Zielanfahrt an.
Franco blieb erstmal in Dresden zurück, da er noch Nachtschicht hatte. Er nutzte dann den freien Nachmittag um sich beim KT ABC Kriterium in Rochlitz richtig vorzubelasten, dass klappte mit dem 10. Platz auch ganz gut. Die nahtlos anschließende Nachtschicht empfand er dann als ausreichende Regeneration um nach direkt anschließender dreistündiger Autofahrt pünktlich 10 Uhr am Start in Göttingen zu stehen. Die Teambesprechung war vor diesem Rennen etwas kürzer, aber gewohnt fordernd motivierend.Die potenziellen Schlüsselstellen konnte man ja, im Vergleich zu Köln, an einer Hand abzählen.
Pünktlich 11 Uhr ging es dann erstmal knapp 4 km neutralisiert durch Göttingen um dann fliegend das Rennen zu beginnen. Hier übernahm dann gleich Bikekult die Spitze und das Tempo. Nach 11 Kilometern stockte kurz die Gleichmäßigkeit der Geschwindigkeit, ich schaute an die Spitze, da musste doch was passiert sein. Schaali (Bikekult) kurbelte 50 Meter vor dem Feld und Norbert Seewald (Corratec) trat gerade an um nachzusetzen. Ich packe also fest den Lenker und ging hinterher. Kurze Zeit später waren wir für diesen Tag eine unzertrennliche Gemeinschaft.
Rasant und mit viel Druck konnten wir uns schnell aus dem Sichtfeld des Peloton verabschieden. Bei Kilometer 40 standen wir dann vor dem ersten richtigen Hügel des Rennens. Dieser Hügel wurde übrigens am Vorabend bei der Besprechung vollkommen ignoriert. Den Hügel konnte ich mal zum durchschnaufen nutzen, denn meine Wegbegleiter vom Fahrertyp kraftvoller Rolleur verlangten doch einige Watt in der Ebene aus meinem Elfengleichen Körper, aber in diesem Terrain habe ich gewichtige Vorteile. :) Dieser Berg wurde dann auch im Hauptfeld zur Schlüsselstelle.
Ronny Tober (Bikekult) forcierte nachhaltig das Tempo und so bildeten sich die zweite Ausreißergruppe und unsere erste Verfolgergruppe. Kurz vor dem Hohen Hagen bekamen wir in der Spitzengruppe dann die Info das uns 6 Verfolger mit einer Minute Rückstand im Nacken sitzen. Den Hohen Hagen fuhren wir mit gleichmäßigem Tempo und genau auf der Kuppe schlossen die Verfolger auf. Hier gab es also eine neue Rennsituation, denn Bikekult war mit 3 Fahrern in der Überzahl. Mit Renzo waren wir zu zweit und Corratec hatte mit Nino Ackermann auch einen zweiten Fahrer im Boot. Nach den ersten Unruhen in der Gruppe durch einige Attacken kamen wir dann doch noch zu einer Gleichmäßigkeit, also nicht die Geschwindigkeit schlief ein, nur die Attacken. 18 Kilometer vor dem Ziel überkamen mich dann beidbeinig Krämpfe, die ich aber wieder locker treten konnte. Auf den letzten Kilometern vor dem Ziel gab es noch vereinzelnd Attacken, jedoch konnte sich keiner mehr aus der Gruppe lösen.
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Die erste tatsächlich ernstzunehmende Standortbestimmung im GCC 2010 (ohne Einmischung von Nationalmannschaften wie in Köln) verspricht für alle Beteiligten Spannung und Herausforderung. Die Teamwertung gewann verdient Bikekult Cannondale – Herzlichen Glückwunsch. In der Einzelwertung kristallisieren sich schon die Favoriten heraus. In der GCC Teamwertung sind Univega, Corratec und Bikekult noch im Gleichschritt. Bereits am kommenden Samstag sehen wir uns alle in Frankfurt wieder und dann heißt es wieder: Sport Frei Michael
Video zum Rennen in Göttingen:
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