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Lausitzer Anradeln und Radfest in Buckow
Geschrieben von: Websiteadmin   
Am vergangenen Wochenende zeigten wir uns bei zwei Veranstaltungen.

 

Samstags starteten Franco und ich in Kamenz bei einem 110 Kilometer Jedermannrennen des OSSV Kamenz. Dieses wollten wir zielorientiert aber auch für ein gutes Training nutzen. Somit reiste ich nach Kamenz schon mit dem Rad an (40 km), damit ich vor dem großen Schlagabtausch in Schleiz (16.05.) nochmal etwas länger auf dem Rad saß.

 

Es waren 8 Runden zu je 14 Kilometern zu absolvieren, dabei wurde in der 5. Runde (ca. bei Km 64) am Hügel eine (Geld-)Prämie (1.-3.) ausgefahren. Erstes Zwischenziel für uns war also die Geldprämie.

 

Nach 8 Kilometern begann Franco sein erstes Einzelzeitfahrtraining… er wurde jedoch vom Feld bei Kilometer 20 wieder gestellt.

Eingangs der dritten Runde, hier wollte ich mal die Abfahrt nicht länger genießen wie letztens in Frankfurt, nutzte ich das gerissene Loch auf der Pflastersteinabfahrt um mich aus der 25 Mannköpfigen Spitzengruppe abzusetzen und ebenfalls das noch sehr nötige Einzelzeitfahrtraining durchzuführen. Das Feld ließ mich dann auch knapp 22 Kilometer gewähren, jedoch machte mir hier der Zieleinlauf der 55er Runde einen Strich durch die Rechnung, da dadurch das Tempo hinten angezogen wurde. Wir waren also wieder alle beisammen und noch etwa 7 Kilometer zum Erholen bis zur Bergprämie. Nach der 90 ° Kurve waren es noch ca. 500 Meter… diesen Bergsprint gewann Franco und ich wurde Zweiter, dicht gefolgt von Marius Honscha. Franco wollte das sehr deutlich entstandene Loch aber nicht zum absetzen nutzen.

 

 

Die verbliebenen Runden spulten wir nun entspannt in der Gruppe zu Ende und wollten es heute mit den verbliebenen 15 Mann auf einen Zielsprint ankommen lassen. Die Zielanfahrt war anspruchsvoll mit einem kurzen Pflasterhügel und anschließenden 2 Kurven ebenfalls mit Pflaster. Franco und ich haben uns da leider verzockt… Mit einem starken Antritt und mächtig Überschuss überquerte Michael Nuck den Hügel am Besten. Somit blieb für Franco „nur“ der zweite und für mich der vierte Platz. Bei der sehr späten Siegerehrung stellte sich jedoch die Geldprämie für den Bergsprint für uns als materiell wertvoller heraus als der Sieg des Rennens. Alles in Allem waren wir leicht enttäuscht (-> das ist dann wohl Heulen auf hohem Niveau), aber es war ein gutes Training.

 

 

 

Am Sonntag lud die Märkische Schweiz in die Stadt Buckow zum Radfest über 78 Kilometer ein. Die attraktiven Alternativen zu diesem Event – Lizenzrennen in Buckow und Wernigerrode – waren durch frühe Startzeiten (aufstehen noch vor 6 Uhr) durchgefallen. Schlecht vorbereitet (ich stellte erst samstags fest, welches Buckow ich bereisen muss – sowie Rundenanzahl waren mir völligst unbekannt) und mit etwas schweren Beinen vom Freitagstraining und Rennsamstag (= Bitte als Ausreden für den Rennverlauf akzeptieren, hähä) reiste ich an. Gerit und Anne begrüßten mich, wie immer, herzlich.

 

 

Am Vorstart dominierten die Farben Blau-Weiß – Bikekult Cannondale (stellten gefühlt das halbe Starterfeld der 150 Sportler) – Picardellics – Westpoint und auch andere Fahrer empfinden diese Farbkombination als geeignet um im Fahrerfeld farblich nicht aufzufallen. Die erste Runde war schnell abgespult und bereits bei der zweiten Überfahrt des 1,5 Kilometerhubbels übernahm Reuse das Zepter mit Schaalie (beide Bikekult) im Schlepptau, was ich mir natürlich nicht entgehen lassen durfte. Noch nicht ganz oben angekommen verabschiedete sich der vierte Begleiter mit „macht doch euren Scheiss alleine“ und dahinter klaffte schon das erste Loch. Kurze Zeit später waren wir 4 mal Bikekult, 3 mal Westpoint und 4 Einzelfahrer. 2 Runden lang blieben wir alle beisammen, eine gleichmäßige Gruppendynamik gab es jedoch leider nicht. Immer wieder stockte das Kreiseln. Derweilen hinten im Feld, ackerten die Dresdner Kollegen von den Picardellics um das Loch wieder zu schließen und unsere Gruppe nicht zu weit weg zu lassen. 

In der vierten Runde setze sich Reuse nach vorn ab, Schaalie attackierte eingangs der 5. Runde am Berg, zwei weitere Fahrer und ich folgten. Oben sammelten wir Reuse auf. Eigentlich eine gute Konstellation. Wir versuchten es wieder mit einer gleichmäßigen und abwechselnden Führung. Da ich immer hinten rein musste, wenn Reuse vorn Druck machen durfte gab es für mich gar keine Erholung. Dieses Spielchen weckte ähnlich schmerzhafte Erinnerungen an die Neuseenclassics 2009, als ich mit Reuse und Matze Reinfried einen langen Ausflug gen Ziel hatte.

Der fünfte Mann in dieser Gruppe, C. Niemann, hielt sich auch wie bereits in der Gruppe vornehm zurück. Also waren wir uns bereits nach wenigen Kilometern wieder uneinig, Schaalie fuhr davon. Reuse sprang kurze Zeit später hinterher, ich zockte noch kurz aber zu lang (wollte ich doch nicht das Loch für die anderen zufahren) – und dann war irgendwie auch Niemann mit weg. Er hatte sich ja auch die 60 Kilometer davor ausreichend Körner gespart.

 

 

Ich ließ dann meinen Nachmittag im dezimierten Hauptfeld zusammen mit Gerit ausklingen und ärgerte mich noch lang über den verpatzten Rennverlauf… Es war auf jeden Fall aber ein netter Renntag. Irgendwie passen aber 2 ergebnisorientierte Rennen mit möglichst vielen trainingsintensiven Spitzen nicht zusammen, dass macht zu Müde.

 

 

In diesem Sinne, auf ein neues und auf jeden Fall ausgeruht am kommenden Wochenende mit eurem Micha

 
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